Chief Bitch in Dialogue mit Daya Shadée

Die „angry women“ ist kein Problem, sie ist eine Ansage!

Ich habe Daya Shadée im Februar „zufällig“ entdeckt. (Danke, Algorithmus, der mich offenbar zuverlässig in die links-grün-versiffte Ecke sortiert) Und ich war sofort drin.

Ihr Ton ist treffsicher. Ihre Haltung kompromisslos un ihr Humor genau da, wo er wehtut und gleichzeitig entlastet. Und irgendwas daran hat mich sofort wach gemacht. Als sie angefangen hat, über weibliche Wut zu sprechen, nicht als Problem, sondern als Kraft. war für mich klar: Diese Frau gehört auf meine Bühne.

In unserem ersten Gespräch war schnell etwas da, das man nicht planen kann. Nähe und auch Emotion. Weil wir uns nicht erklärt haben, sondern sofort gesehen und verstanden haben.

Was ich damals noch nicht wusste: Daya arbeitet an einem Workbook darüber, wie wir Wut nicht wegdrücken, sondern in Selbstermächtigung verwandeln. Und genau dort setzt dieses Gespräch an.

Warum wird die „angry woman“ so schnell gefährlich gemacht?
Warum wirkt eine Frau, die Grenzen setzt, plötzlich unbequem?
Und was passiert, wenn wir aufhören, Anpassung als Stärke zu verkaufen?

Daya spricht über die Momente, in denen wir uns selbst verlieren, weil wir funktionieren wollen. Und darüber, wie aus genau dieser Überanpassung etwas Neues entstehen kann: Klarheit, Richtung und auch Haltung.

Im Gespräch auf der Main Stage geht es nicht darum, Wut zu erklären oder zu entschärfen.
Sondern darum, sie ernst zu nehmen. Als Signal. Als Grenze. Als Anfang von Veränderung.

Und vielleicht auch als genau das, was uns wieder zu uns selbst zurückbringt.


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